Der Mäusebunker in Berlin

Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus

Wie eine hässliche Kakerlake liegt der graue Betonklotz da, unheimlich, bedrohlich und abweisend. Spitze Fenster ragen aus dem Bau wie wehrhafte Stacheln einer gepanzerten Echse. Unweigerlich erinnert die Architektur an ein Schlachtschiff, aus dessen Rumpf Kanonenrohre ragen und auf Deck hohe Schornsteine eine Menge Dampf erzeugen. Doch der Kapitän hat die Brücke verlassen. Das Schiff liegt verlassen vor Anker und beginnt zu verwittern: Es handelt sich um den sogenannten Mäusebunker in Berlin Steglitz-Lichterfelde.

Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus

Bis 2019 war in dem Bunker die Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité untergebracht, zuvor bis 2003 die Zentralen Tierlaboratorien der Freien Universität Berlin. In dem Gebäude wurden Versuchstiere gezüchtet und Tierversuche durchgeführt: an Mäusen, Hunden, Schweinen oder Pferden. 

Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus

Schließlich war der Bau nicht mehr zeitgemäß, die Betriebskosten liefen aus dem Ruder, Havarien drohten. Außerdem ist Asbest im Mäusebunker verbaut. Die letzten Mitarbeiter zogen 2020 in einen Neubau um, der sich auf dem Campus Berlin-Buch befindet.

Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus

Der Mäusebunker befindet sich auf dem Klinik-Campus Benjamin Franklin und liegt an der Krahmerstraße. Der pyramidenförmige Bau mit den charakteristischen blauen Lüftungsrohren entstand nach Entwürfen von Gerd und Magdalena Hänska im Stil des Brutalismus. Hauptmerkmal des Baustils ist die Verwendung von Sichtbeton. Mit dem Bau wurde 1971 begonnen, die Fertigstellung gelang wegen Unterbrechungen erst 1981. 

Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus
Der sogenannte Mäusebunker, das Forschungseinrichtung für experimentelle Medizin der Charité in Berlin im Stil des Brutalismus

Die Charité plante seit 2017, den Mäusebunker und das in der Krahmerstraße gegenüberliegende Institut für Hygiene und Umweltmedizin abzureißen. An deren Stelle sollten neue Bauten zu Forschungszwecken entstehen. Spätestens seit die Öffentlichkeit 2019 von den Abrissplänen erfuhr, ist eine Debatte um den Erhalt der Gebäude entstanden, angetrieben von einer Petition gegen den Abriss. Das ebenfalls im Stil des Brutalismus errichtete Hygieneinstitut steht inzwischen unter Denkmalschutz. 

Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus
Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus
Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus
Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus

Für den Mäusebunker läuft derzeit ein Modellverfahren, das die Möglichkeiten zur Erhaltung und Neunutzung des markanten Bauwerks prüft. Befürworter sehen in dem Mäusebunker ein erhaltungswürdiges Einzeldenkmal, ein einzigartiges architektonisches Werk des Brutalismus.

Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus
Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin Berlin in der Krahmerstraße im Stil des Brutalismus

Fotos © 2022 Seelenkompott

Unterm Kirschblütendach

Foto-Hotspot Blühende Zierkirschen

Das kleine Rasenkarree an einer Straßenecke ist dieser Tage zum Foto-Hotspot geworden. Die Zierkirschen stehen in voller Blüte. Die Bäume gewähren durch ein Portal aus Ästen Einlass unter ihr rosa Blütendach, und in dieser zauberhaften kleinen Welt lässt sich gut eine kurze Auszeit vom Alltag nehmen. Unter dem üppigen Blütengewölbe summt und surrt es in einem fort, Bienen sammeln unermüdlich Nektar. Doch nicht nur fleißige Insekten fühlen sich magisch angezogen, auch die Menschen: sie sammeln fleißig Fotos.

Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Foto-Hotspot Blühende Zierkirschen und ein daneben geparktes Tuk Tuk
Biene an Blüte der ZIerkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche
Blühende Zierkirsche

Biene an Blüte der ZIerkirsche

Fotos © 2022 Seelenkompott

Die Gropiusstadt in Berlin

Gropiusstadt Berlin

Die Gropiusstadt im Berliner Bezirk Neukölln sollte 50000 Menschen ein neues Zuhause in luftigen und hellen Wohnungen bieten. Der Bauhaus-Architekt Walter Gropius plante die Trabantenstadt. Von 1962 bis 1975 entstanden etwa 18500 Wohnungen, zu einem Anteil von 90 Prozent Sozialwohnungen. Ursprünglich sah Gropius maximal fünfgeschossige Gebäude vor. Bedingt durch den Bau der Mauer 1961 und dem damit einhergehenden Platzverlust wurde die Fläche verdichtet und in die Höhe gebaut. Die Fotos entstanden 2007 praktisch im Vorbeigehen. Aus Zeitgründen ließ sich leider nur ein kurzer Abstecher in die Betonsiedlung unternehmen, die ich fotografisch gern ausführlicher portraitiert hätte.

Wohnblock in der Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin

Im Laufe der 1980er Jahre wandelte sich die Satellitenstadt zu einem sozialen Brennpunkt. Berühmtheit insofern erlangte die Gropiusstadt durch die Geschichte der heroinabhängigen Jugendlichen Christiane F., die hier aufwuchs. In ihrem Report Wir Kinder vom Bahnhof Zoo schildert sie ihre Eindrücke: „Gropiusstadt, das sind Häuser für 45000 Menschen, dazwischen Rasen und Einkaufszentren. Von weitem sah alles neu und sehr gepflegt aus. Doch wenn man zwischen den Hochhäusern war, stank es überall nach Pisse und Kacke. Das kam von den vielen Hunden und den vielen Kindern, die in der Gropiusstadt leben. Am meisten stank es im Treppenhaus.“ Inzwischen gibt es Bemühungen, die Gropiusstadt aufzuwerten und vom Stigma des sozialen Brennpunkts ein Stück weit zu lösen.

Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin

Dies ist die Stadt der Zukunfts-Welt

Aus Stahlbeton, der ewig hält

Dies ist die Welt der Zukunfts-Stadt

Die alles außer Wärme hat

Aus dem Song Satellitenstadt von Nena
Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin
Gropiusstadt Berlin

Mit der U 7 gelangt man über die Stationen Johannisthaler ChausseeLipschitzalleeWutzkyallee und Zwickauer Damm in die Gropiusstadt.

U-Bahnstation in der Gropiusstadt Berlin
U-Bahnstation Berlin Gropiusstadt
Fotos © 2007 Seelenkompott

Transformer-Hummel und Space Girl auf BUGA

Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA

Ein Hauch Starlight Express wehte über das BUGA-Gelände auf dem Erfurter Petersberg. Bei 30 Grad Hitze dürften die Transformer-Hummel Bumblebee und Space Girl in ihren Kostümen ganz schön ins Schwitzen geraten sein. Die beiden scheinen einem Superhelden-Film entsprungen zu sein und sind den Besuchern der Gartenschau sogleich aufgefallen. Ein Selfie mit einem Transformer gibt es auch nicht alle Tage. Die Darsteller gehören zum Skaramouche Theater, das 1989 in Brasilien gegründet worden ist und seit 1992 in Deutschland spielt. Das Theater stellt seine Kostüme selber her und bietet Vorstellungen aus verschiedenen fantasievollen Themenwelten, sei es brasilianischer oder venezianischer Karneval, Kostüme des Barock oder Rokoko, Märchen- oder Fantasiewelten.

Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA
Skaramouche Theater mit Transformer Bumblebee und Space Girl auf Erfurter BUGA

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Farbenfrohes Stelzentheater erhellt BUGA

Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA

Eine knallgelbe Sonne hat den trüben BUGA-Tag auf dem Erfurter Petersberg erhellt und ein Leuchten in die Augen der Besucher gezaubert. Umgeben von dezenten Klängen erkundete Sol in Begleitung der grünen Quaternio und der roten Tri das Ausstellungsgelände. Die Figuren symbolisieren geometrische Formen: Kreis, Dreieck und Quadrat. Die Theatergruppe Art Tremondo stammt aus Hannover und präsentierte ihr Programm Digaudi. Auf Stelzen wateten die drei Darstellerinnen lächelnd durch das Publikum und wirkten allein durch ihre fantastische Erscheinung und freundlichen Gesten. Diese ruhige und unaufdringliche Darbietung kam ohne gesprochenes Wort aus und beeindruckte gerade deshalb. Inspiriert ist das farbenfrohe Schauspiel von den ebenso bunten Bauten des spanischen Architekten Antoni Gaudí.

Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Stelzentheater Art Tremondo mit dem Programm Digaudi auf dem Erfurter Petersberg zur BUGA
Fotos: Seelenkompott. Alle Rechte vorbehalten.

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