Montagsherz mit Puffbohne

Plakat an Litfaßsäule mit der Erfurter Plüsch-Puffbohne mit Mund- und Nasenschutz

Die Puffbohne, auch Saubohne, Pferdebohne oder Ackerbohne genannt, gab den Erfurtern ihren Spitznamen. Schon im Mittelalter wurde das Gemüse in und um Erfurt angebaut und war ein wichtiges Nahrungsmittel. Die hellgrüne Plüschbohne gibt es in verschiedenen Editionen: mit Blütenkranz, Strohhütchen oder Weihnachtsmütze.

Seit 2000 ist die Plüschbohne in dieser Form das Erfurter Stadtmaskottchen. Jeder in Erfurt Geborene ist eine echte Erfurter Puffohne. Auf dem Plakat wirbt die kleine Plüschbohne in Zeiten von Corona für das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes. Anstelle ihres sonst einnehmenden Lächelns trägt Puffbohni ein rotes Erfurt-Herz, und das ist heute mein Montagsherz.

Die Blogaktion Montagsherz habe ich bei Rina entdeckt. Gastgeberin der Blogaktion ist Frau Waldspecht.

Saturday Sentence: Odette Toulemonde

Der Saturday Sentence stammt aus Odette Toulemonde und andere Geschichten von Éric-Emmanuel Schmitt (Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran). Der Erzählband erschien 2006. Die Aufgabe der Mitmachaktion lautet: Blättere in Deinem Buch auf Seite 158 und notiere den 10. Satz.

Darum geht es bei Eric-Emmanuel Schmitt

Hauptprotagonisten der acht Geschichten sind Frauen. Erzählt werden ihre Liebesgeschichten, die nicht notwendigerweise von Glück geprägt sind: Eine schwerreiche Frau begegnet nach Jahrzehnten ihrem gealterten Liebhaber, der sie nicht wiedererkennt. Der vermeintlich verkannte Maler hofft noch immer auf seine Entdeckung und Anerkennung als Künstler. Eine Frau ist nicht fähig, die Welt und die Dinge darin von ihrer schönen Seite zu betrachten. Ganz anders ihr Partner, den sie nicht wirklich liebt oder zu lieben scheint und der dennoch zu ihrem unerlässlichen Gegenpol wird. Odile sieht in ihrer Wohnung eine alte Frau umherschleichen, die ihre Sachen durcheinanderbringt und sie bestiehlt. Die Fremde verschwindet auf wundersame Weise und taucht ebenso aus dem Nichts auf. Wie kommt diese Frau in Odiles Wohnung und was führt sie im Schilde?

Frauen in einem Gefangenenlager schreiben heimlich und mit Bedacht besondere Mitteilungen an ihre Lieben draußen. Was sie wohl schreiben? Und dann ist unter den Geschichten jene von Odette Toulemonde, die der promovierte Philosoph Schmitt 2007 mit noch mehr Zauber und Tiefe verfilmte. Er schrieb das Drehbuch zu Odette Toulemonde und führte auch Regie: Odette (Titelbild Buch: Catherine Frot) schwärmt für den Schriftsteller Balthazar Balsan (Im Film: Albert Dupontel). Seine Geschichten sind ihr Lebenselexir und halten sie aufrecht. Odette schreibt ihrem Lieblingsautor einen Brief, den Balthazar in depremierter Stimmung liest und dessen Inhalt ihn so berührt, dass er wenig später vor Odettes Tür steht. Und am Ende von Schmitts Novellen steht jeweils ein Moment des Staunens. Der 10. Satz auf Seite 158 lautet:

Wenn sie glauben, die Männer seien nur angezogen von dem, was sie (Anmerkung: die Frauen) zwischen den Beinen haben, irren sie.

Aus Odette Toulemonde und andere Geschichten von Éric-Emmanuel Schmitt

Im Blog Ich lese von Rina bin ich auf den Saturday Sentence aufmerksam geworden. Die Regeln für den Saturday Sentence lauten:

  • Samstags posten
  • Blättere auf Seite 158 in dem Buch, das Du gerade liest, und notiere den 10. Satz
  • Im E-Book wähle die Position 158 aus
  • Du hast noch kein neues Buch begonnen: Wähle den 10. Satz von der Seite, die Du gerade liest
Blogaktion Saturday Sentence

Foto der Woche: Parkbäume

Der Herbst verabschiedet sich, und die letzten Blätter fallen von den Bäumen. Auf meinem Foto der Woche habe ich noch einmal die Herbstfarben dieser prächtigen Parkbäume eingefangen.

Baumallee im Park

Bei der Blogaktion Foto der Woche wird wöchentlich sonntags oder an einem anderen beliebigen Tag ein besonderes Foto gezeigt und beschrieben. Die Fotoaktion wird von Aequitas et Veritas durchgeführt und so beschrieben:

Bei dieser Aktion geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man stolpert […] Und dann kann man dazu schreiben, warum man sich gerade für dieses Motiv entschieden hat […]

Foto der Woche: Sonnenstrahl

Die Sonne blinzelt durch das Blätterdach und lässt das Herbstlaub leuchten. Dieses Park-Bäumchen ist mein Foto der Woche.

Bei der Blogaktion Foto der Woche wird wöchentlich sonntags oder an einem anderen beliebigen Tag ein besonderes Foto gezeigt und beschrieben. Die Fotoaktion wird von Aequitas et Veritas durchgeführt und so beschrieben:

Bei dieser Aktion geht es darum, im Laufe einer Woche ein Foto von etwas zu schießen, über das man stolpert […] Und dann kann man dazu schreiben, warum man sich gerade für dieses Motiv entschieden hat […]

30-Days-TV-Series-Challenge: Büttenwarder

Der Wortman und Aequitas et Veritas starten heute die 30-Days-TV-Series-Challenge mit insgesamt 30 Fragen rund um Serien. Die erste Frage lautet: Was ist deine Lieblingsserie?

Bild zur Blogaktion 30-Days-TV-Series-Challenge

Eine meiner Lieblingsserien ist Neues aus Büttenwarder, die der NDR seit 1997 ausstrahlt. Das kleine Dorf Büttenwarder liegt irgendwo im hohen Norden auf dem platten Land Schleswig-Holsteins. Der Bauer Kurt Brakelmann (Jan Fedder) lebt auf einem maroden Gehöft umgeben von Ziegen, Hühnern und jeder Menge Brachland. Sein bester „Feindfreund“ seit Kindertagen ist Landwirt Arthur „Adsche“ Tönnsen. Der verträumte Adsche (Peter Heinrich Brix) ist aus Sicht Brakelmanns „dumm wie ein Rübenacker“, hat aber ein untrügliches Gefühl, wenn es mal wieder in dem findigen Bauern „arbeitet“: Kurt Brakelmann hat nämlich angesichts der Krise in der Landwirtschaft so manche Geschäftsidee mit „Nennwert“, sei es eine „Tierpengsion“, Glücksspiel mit „Ziegen-Lotto“ oder eine Kochshow im „ländlichen Disäng“ mit Lebensmitteln, die Gastwirt Shorty längst entsorgt hat:

Das Zentrum von Büttenwarder bildet der Dorfplatz mit dem Dorfkrug. Die Gaststätte ist Quelle für Neuigkeiten und „Lütt un Lütt“ (Bier und Köm), das Wirt Shorty (Axel Olsson) in rauen Mengen an Brakelmann, Adsche und Stallbursche Kuno (Sven Walser) ausschenkt. Wenn Dorfpolizist Peter (Uwe Rohde) mit seinem Dienstfahrzeug – ein VW Käfer – Halt macht, hat Shorty ihm sein Glas Milch (kein Alkohol im Dienst!) schon bereitgestellt, und für Onkel Krischan (Hans Kahlert), der ja schon 106 ist, darf’s gern auch ein Schmök sein.

Im Dorfkrug wird nicht nur Bauernfrühstück und Labskaus serviert, sondern auch Weltpolitik betrieben. Bürgermeister und Notar Dr. Waldemar Schönbiehl (Günter Kütemeyer), der eigentlich zu höheren Ämtern berufen ist, hat es nicht immer leicht mit seinen Schäfchen. Er kann Goethe zitieren und sich stets gewandt ausdrücken, doch die Büttenwarder, diese „Gurkentruppe“, haben ihren eigenen Kopf.

Die Serie stammt aus der Feder von Norbert Eberlein. Peter Heinrich Brix sagt über das Universum Büttenwarder mit seinen liebenswerten und spleenigen Bewohnern: „Das ist Poesie und Anarchie.“ Büttenwarder geht nach dem Tod von Jan Fedder weiter. Der NDR hat zu Weihnachten drei neue Folgen angekündigt. In der 92. Episode Der Tod ist ein sturer Arsch wird Adsche Brakelmann leblos in der Bauernstube finden. Adsche wird hinausgehen und eine merkwürdige Gestalt treffen: den Tod.

Meine persönliche Hitliste
  • Lieblingsfolgen: Guten Appetit, Schöner Wohnen, Schmerzensgeld und Schatzsuche.
  • Szene: Als Adsche in Schatzsuche auf den vermeintlichen Schatzbehälter stößt, diesen schüttelt und sich fragt, was wohl darin ist, und Brakelmann längst entsetzt guckt und ruft: „Schmeiß das Ding weg!“, denn Adsche hat eine Tellermine ausgebuddelt, die er schließlich auf den Acker wirft und die mit ordentlichem „Bumm“ explodiert.
  • Zitat von Adsche: „Das ist der Gipfel vonne Niedertracht!“
  • Du brauchst zum Filmgucken: Bier und Köm, Mofa, Bananenbrot oder Bratkartoffeln Büttenwarder Art mit Spiegelei und Gewürzgurke, Trecker, Schmök, Gummistiefel, Landkarte, um Büttenwarder zu finden. Wenn Du kein Tierfreund bist: eine Fliegenklatsche.