30-Days-TV-Series-Challenge: Alle Fragen und fast alle Antworten

Die von Aequitas et Veritas mit Wortman ausgedachte 30-Days-TV-Series-Challenge endet, und ich habe es nicht geschafft, die Fragen täglich zu beantworten. Deshalb gibt es zum Abschluss alle Fragen und fast alle Antworten, was hoffentlich in Ordnung geht.

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1. Was ist deine Lieblingsserie?

Eine meiner Lieblingsserien ist die NDR-Reihe Neues aus Büttenwarder: Das kleine Dorf Büttenwarder liegt irgendwo im hohen Norden auf dem platten Land. Hier lebt der Bauer Kurt Brakelmann (Jan Fedder) auf einem maroden Gehöft umgeben von Ziegen, Hühnern und jeder Menge Brachland. Sein bester „Feindfreund“ ist Landwirt Arthur „Adsche“ Tönnsen. Ausführlicher habe ich die erste Frage der 30-Days-TV-Series-Challenge hier beantwortet.

2. Welche Serie hast du dir zuletzt komplett angeschaut?

Das ist Columbo, weil die Serie praktisch in Dauerschleife im TV läuft.

3. Welche Serie wurde zu früh abgesetzt?

Die schwedische Serie Real Humans – Echte Menschen hat es nur auf 20 Folgen in zwei Staffeln gebracht und ist leider nicht ganz zu Ende erzählt worden.

4. Welche beliebte Serie magst du gar nicht?

Ich habe noch nie Game of Thrones gesehen, The Walking Dead, Grey’s Anatomy oder Sex and the City.

5. Welche Serie würdest du gern vergessen, damit du sie dir noch einmal ansehen kannst, als wäre es das erste Mal?

Die Frage weiß ich nicht zu beantworten.

6. Welche Serie hat dich positiv überrascht?

Die britische Serie Chewing Gum, die ich auf N-flix entdeckt habe und die dort leider nicht mehr verfügbar ist. Das Vorschaubild mit der Hauptdarstellerin Michaela Coel hat mich angesprochen und ich habe es nicht bereut, reingeklickt zu haben: Tracey ist 24 und sexuell unerfahren. Sie lebt mit ihrer Schwester und strenggläubigen Mutter in Ost-London. Coel schrieb auch das Drehbuch. Sie erzählt und spielt Traceys (Lebens)Erfahrungssuche so unverkrampft und witzig. Allein ihre Mimik erzählt Bände. Tracey spricht manchmal direkt in die Kamera, so wird man zu ihrer Verbündeten:

7. Von welcher Serie/Serienidee warst du enttäuscht?

Von der britisch-US-amerikanischen Umsetzung der Serie Real Humans unter dem Titel Humans, weil die anspruchsvolleren Fragen der Beziehung zwischen Mensch und Maschine auf der Strecke geblieben sind.

8. Welche Serie hast du dir in deiner Kindheit oder Jugend gern angesehen?

Das waren zum Beispiel Luzie, der Schrecken der Straße und Captain Future, worüber ich hier etwas geschrieben habe. Auch Patrick Bach als Silas fand ich toll.

9. Welche Serie hat den schönsten/besten Vorspann?

Mir fällt der Vorspann zu Ein Colt für alle Fälle ein. Das von „Colt“ Lee Majors gesungene Lied Unknown Stuntman finde ich eine der besten Erkennungsmelodien einer Serie. Der Song erzählt mit den Bildern des Vorspanns genau, worum es in der Serie geht bzw. wer Stuntman Colt Seavers ist.

10. Welche Serie hat den besten Soundtrack?

Der deutsche Soundtrack von Christian Bruhn für die japanische Trickserie Captain Future ist der Beste. Sehr spacig und futuristisch, hört mal ab Minute 18.45, 26.05 und 48.40 im folgenden Video:

11. Welche Serie hat den besten Cast?

Da bin ich nochmals bei Columbo wegen der vielen Gaststars in der Rolle des Mörders oder Mörderin: Janet Leigh, William Shatner, John Cassavetes, Faye Dunaway, Leonard Nimoy, Johnny Cash und viele andere.

12. Welche Serie wurde zum ersten Mal in dem Jahr ausgestrahlt, in dem du geboren wurdest?

Das war ein Herz und eine Seele von Wolfgang Menge. Das Quartett besteht aus Heinz Schubert (Alfred Tetzlaff), Elisabeth Wiedemann (Else Tetzlaff), Diether Krebs (Michael „Michi“ Graf) und Hildegard Krekel (Rita Tetzlaff). Ekel Alfred ist legendär und wird regelmäßig im Fernsehen wiederholt, sei es Besuch aus der Ostzone oder der Silvesterpunsch: „Das ist Punsch, du dusselige Kuh! Punsch, Punsch, Punsch!“

13. Welche Serienfigur hasst du richtiggehend?

Da fällt mir keine ein.

14. Was ist dein Lieblingspaar in einer Serie (nicht zwingend ein romantisches Paar, kann auch Bromance, Frauenfreundschaft etc. sein)?

Auch nach 20 Jahren sind Nikola (Mariele Millowitsch) und Dr. Robert Schmidt (Walter Sittler) noch immer launig anzusehen. Die beiden streiten sich in Nikola zu schön.

15. Was ist dein Lieblingsgenre? Um welche Art Serien machst du einen Bogen?

Ich mag Dramaserien, aber auch Comedy und Science-Fiction, Grusel und Mystery. Ich gucke keine Politserien und Fantasy.

16. Welche Serie schaust du dir an, wenn es dir nicht gut geht?

Zuletzt habe ich in einem solchen Moment Suburgatory laufen lassen. Die 15-jährige Tessa zieht mit ihrem Vater in die Vorstadt und sieht sich in der Vorstadthölle angekommen. Hinter den perfekten Haus- und Körperfassaden bröckelt es:

17. Was ist deine deutsche Lieblingsserie?

Neues aus Büttenwarder habe ich ja schon erwähnt, auch der Humor in Mord mit Aussicht gefällt mir gut.

18. Was ist deine Lieblings-Miniserie (max. 8 Episoden)?

Ich habe mir Bastian Pastewka als Geldfälscher in Morgen hör ich auf gerne angesehen oder Alias Grace nach Margaret Atwoods gleichnamigen Roman: Das Dienstmädchen Grace wird des Mordes beschuldigt. Ein Psychologe hört sich ihre Geschichte an, um herauszufinden, ob Grace unschuldig ist.

19. Welcher Serientod hat dich am meisten bewegt?

Da muss ich passen.

20. Welche Szene aus einer Serie hat bei dir am meisten Eindruck hinterlassen?

Hier muss ich auch aussetzen.

21. Schaust du eine Serie, die auf einem Comic, Buch, Film, Computerspiel o. ä. basiert? Welche?

Die alte Batman-Serie von 1966 mit dem „dynamischen Duo“ Batman und Robin, die mit „Krach, Bumm, Bäng“ skurril und ulkig daher kommt – und dem wahrscheinlich coolsten Batmobil.

22. Welches ist deine männliche bzw. weibliche Lieblingsfigur?

Dazu gehören Peter Falk als Columbo und Megan Follows als Anne auf Green Gables.

23. Gibt es eine Serie, durch die du etwas gelernt hast, die dir für ein Thema die Augen geöffnet oder dich zu etwas inspiriert hat?

Das muss ich unbeantwortet lassen.

24. Wer ist dein Lieblingsbösewicht?

Um’s Verrecken fällt mir keiner ein…

25. Was ist dein Lieblingszitat aus einer Serie?

Arthur „Adsche“ Tönnsen in Neues aus Büttenwarder: „Das ist der Gipfel vonne Niedertracht!“

26. Von welchen zwei Serien würdest du gern ein Crossover sehen?

Da bin ich ratlos.

27. Welche Serie (ist) war leider nicht so erfolgreich, wie du es ihr wünschen würdest?

Die Real Humans – Echte Menschen mit 20 Folgen in zwei Staffeln und Dead Like Me – So gut wie tot hatte nur 29 Folgen in zwei Staffeln: Der Toilettensitz aus einer Raumstation fällt vom Himmel und erschlägt die zynische und gleichgültige Georgia. Selbst tot bleib die 18-Jährige wenig lebensbejahend und muss fortan als Seelensammlerin die Seelen von Menschen einsammeln, die kurz vor einem kuriosen Unfalltod stehen. Außerdem arbeitet sie nebenher wenig begeistert in einem Büro:

28. Welche Serie, die du dir aktuell anschaust, hat die meisten Staffeln?

Grace und Frankie mit Jane Fonda und Lily Tomlin, derzeit fünf Staffeln.

29. Welche Serie schaust du dir an, von der niemand denken würde, dass du sie magst?

Die RTL-Serie Sankt Maik mit Daniel Donskoy als Trickbetrüger, der als falscher Pfarrer alles daran setzt, die goldene Monstranz der Gemeinde zu stehlen, um seine Schulden bei Gangster Jurek zu begleichen. Dabei macht er seine Aufgabe als Pfarrer gar nicht mal schlecht und hat sogar ein gutes Herz. Er verknallt sich ausgerechnet in die Dorfpolizistin. Witzig ist, wie er sich mit wenigen „Fachbegriffen“ als Gottesmann durchmogelt, denn: „Geben ist seliger denn Nehmen!“

30. Was ist die exotischste Serie, die du je gesehen hast (z. B. hinsichtlich Handlungsort, Ursprungsland oder Thema)?

Ich weiß leider keine…

30-Days-TV-Series-Challenge: Luzie und Captain Future

Die heutige Frage der von Aequitas et Veritas gestarteten 30-Days-TV-Series-Challenge lautet: Welche Serie hast du dir in deiner Kindheit oder Jugend gern angesehen?

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Besonders mochte ich Luzie, der Schrecken der Straße und Captain Future, beide Serien wurden 1980 im Fernsehen ausgestrahlt. Die kleine Luzie hat eine starke Persönlichkeit. Kurz vor ihrer Einschulung möchte sie in die Bande des älteren Oswald aufgenommen werden. Dazu muss sie eine Mutprobe bestehen und stiehlt Knetmasse im Kaufhaus. Wie aus Zauberhand entstehen aus dem Knetgummi zwei Männchen, die Luzie Friedrich und Friedrich nennt. Das grüne und orangefarbene Männchen sorgen für jede Menge Chaos, helfen Luzie aber auch aus der Not. Luzies herrliche Seefahrt im Wohnzimmer ist mir am meisten in Erinnerung geblieben:

Captain Future reist mit seinem Raumschiff Comet durch das Weltall. Seine Mission: das Böse besiegen. Ihm zur Seite steht der Robotor Grag, der Androide Otto, das in einem schwebenden Behälter konservierte Gehirn des Wissenschaftlers Prof. Simon und die Agentin Joan Landor. Der Soundtrack der japanischen Trickserie ist heute noch so futuristisch wie damals.

30-Days-TV-Series-Challenge: Columbo

Die zweite Frage der von Aequitas et Veritas gestarteten 30-Days-TV-Series-Challenge lautet: Welche Serie hast du dir zuletzt komplett angesehen?

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Zuletzt vollständig habe ich wahrscheinlich Columbo gesehen, weil die Serie regelmäßig im Fernsehen wiederholt wird und man die Episoden ungefähr in Dauerschleife ansehen kann. Ich werde heute nicht viel über Columbo erzählen. Seht selbst, das Video zeigt ein paar lustige Szenen.

Wer Peter Falk mag, dem empfehle ich an dieser Stelle noch gern meinen Beitrag zu seinem Buch Just one more thing.

30-Days-TV-Series-Challenge: Büttenwarder

Der Wortman und Aequitas et Veritas starten heute die 30-Days-TV-Series-Challenge mit insgesamt 30 Fragen rund um Serien. Die erste Frage lautet: Was ist deine Lieblingsserie?

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Eine meiner Lieblingsserien ist Neues aus Büttenwarder, die der NDR seit 1997 ausstrahlt. Das kleine Dorf Büttenwarder liegt irgendwo im hohen Norden auf dem platten Land Schleswig-Holsteins. Der Bauer Kurt Brakelmann (Jan Fedder) lebt auf einem maroden Gehöft umgeben von Ziegen, Hühnern und jeder Menge Brachland. Sein bester „Feindfreund“ seit Kindertagen ist Landwirt Arthur „Adsche“ Tönnsen. Der verträumte Adsche (Peter Heinrich Brix) ist aus Sicht Brakelmanns „dumm wie ein Rübenacker“, hat aber ein untrügliches Gefühl, wenn es mal wieder in dem findigen Bauern „arbeitet“: Kurt Brakelmann hat nämlich angesichts der Krise in der Landwirtschaft so manche Geschäftsidee mit „Nennwert“, sei es eine „Tierpengsion“, Glücksspiel mit „Ziegen-Lotto“ oder eine Kochshow im „ländlichen Disäng“ mit Lebensmitteln, die Gastwirt Shorty längst entsorgt hat:

Das Zentrum von Büttenwarder bildet der Dorfplatz mit dem Dorfkrug. Die Gaststätte ist Quelle für Neuigkeiten und „Lütt un Lütt“ (Bier und Köm), das Wirt Shorty (Axel Olsson) in rauen Mengen an Brakelmann, Adsche und Stallbursche Kuno (Sven Walser) ausschenkt. Wenn Dorfpolizist Peter (Uwe Rohde) mit seinem Dienstfahrzeug – ein VW Käfer – Halt macht, hat Shorty ihm sein Glas Milch (kein Alkohol im Dienst!) schon bereitgestellt, und für Onkel Krischan (Hans Kahlert), der ja schon 106 ist, darf’s gern auch ein Schmök sein.

Im Dorfkrug wird nicht nur Bauernfrühstück und Labskaus serviert, sondern auch Weltpolitik betrieben. Bürgermeister und Notar Dr. Waldemar Schönbiehl (Günter Kütemeyer), der eigentlich zu höheren Ämtern berufen ist, hat es nicht immer leicht mit seinen Schäfchen. Er kann Goethe zitieren und sich stets gewandt ausdrücken, doch die Büttenwarder, diese „Gurkentruppe“, haben ihren eigenen Kopf.

Die Serie stammt aus der Feder von Norbert Eberlein. Peter Heinrich Brix sagt über das Universum Büttenwarder mit seinen liebenswerten und spleenigen Bewohnern: „Das ist Poesie und Anarchie.“ Büttenwarder geht nach dem Tod von Jan Fedder weiter. Der NDR hat zu Weihnachten drei neue Folgen angekündigt. In der 92. Episode Der Tod ist ein sturer Arsch wird Adsche Brakelmann leblos in der Bauernstube finden. Adsche wird hinausgehen und eine merkwürdige Gestalt treffen: den Tod.

Meine persönliche Hitliste
  • Lieblingsfolgen: Guten Appetit, Schöner Wohnen, Schmerzensgeld und Schatzsuche.
  • Szene: Als Adsche in Schatzsuche auf den vermeintlichen Schatzbehälter stößt, diesen schüttelt und sich fragt, was wohl darin ist, und Brakelmann längst entsetzt guckt und ruft: „Schmeiß das Ding weg!“, denn Adsche hat eine Tellermine ausgebuddelt, die er schließlich auf den Acker wirft und die mit ordentlichem „Bumm“ explodiert.
  • Zitat von Adsche: „Das ist der Gipfel vonne Niedertracht!“
  • Du brauchst zum Filmgucken: Bier und Köm, Mofa, Bananenbrot oder Bratkartoffeln Büttenwarder Art mit Spiegelei und Gewürzgurke, Trecker, Schmök, Gummistiefel, Landkarte, um Büttenwarder zu finden. Wenn Du kein Tierfreund bist: eine Fliegenklatsche.