Flimmerglotze: Erbschaft um Mitternacht

Der Millionär Cyrus Norman hat das Zeitliche gesegnet – allerdings schon vor zehn Jahren. Nun wird seinen mehr oder weniger entfernten Verwandten das Testament eröffnet. Mit der Aussicht auf ein reiches Vermächtnis nehmen die Familienmitglieder die beschwerliche Anreise zum herrschaftlichen Anwesen des Erblassers auf sich: Mit dem Ruderboot geht es durch die krokodilreiche Sumpflandschaft Louisianas zum versteckt gelegenen Haus des Verstorbenen. Dort werden sie von einer schwarzen Katze und der rätselhaften Haushälterin Miss Lu (Gale Sondergaard) empfangen, die mit Geistern in Verbindung zu stehen scheint.

Miss Lu lebt allein in dem imposanten Südstaatenhaus mit seinen quietschenden Türen und Geheimgängen. Das Testament soll um Mitternacht verlesen werden, und die Haushälterin prophezeit, dass einer der Anwesenden die Nacht nicht überleben wird. Leider geht erst am nächsten Morgen wieder ein Boot und so müssen sich die Möchtegernerben für die Nacht einrichten.

Die junge Jenny (Paulette Goddard) wird – nicht zur Freude aller – Alleinerbin des Vermögens. Es gibt allerdings einen Haken bei der Sache: Jenny darf nicht, wie schon andere Familienmitglieder in der Vergangenheit, einer Geisteskrankheit anheimfallen oder innerhalb eines Monats sterben. Eine gute Gelegenheit für die liebe Familie, da etwas nachzuhelfen. Der hasenfüßige Billy (Bob Hope) liebäugelt mit Jenny und möchte sie beschützen. Ja, und dann soll da noch ein entflohener Mörder in der Gegend herumlaufen. Vor dem Morgengrauen kommt das Grauen über die Familienbande.

Eine Unterhaltsame Erbschaft

Die unterhaltsame Gruselkomödie erinnert an Eine Leiche zum Dessert oder Alle Mörder sind schon da: Hauptort ist ein großes geheimnisvolles Haus, in dem Menschen aufeinandertreffen und wenigstens eine Person die Nacht nicht überleben wird. Die Türen des Gruselhauses könnten eine Ölung gebrauchen, Wandgmälde haben Augen, und im Keller ist bedauerlicherweise das Licht ausgefallen. Man weiß nicht, wer wem Böses oder Gutes will. Die schrulligen Tanten Susie und Cicily sorgen für Spaß, während Miss Lu undurchschaubar bleibt und Anwalt Crosby sich vielleicht nicht so dicht vor die Bibliothekswand hätte stellen sollen. Der Film basiert auf dem Theaterstück The Cat and the Canary aus dem Jahr 1922 von John Willard.

Filmdaten
  • USA 1939
  • Original: The Cat and the Canary
  • Regie: Elliott Nugent
  • Länge: 72 Minuten
  • Stars: Bob Hope (Billy/Wally Campbell ), Paulette Goddard (Jenny/Joyce Norman), Gale Sondergaard (Miss Lu), Nydia Westman (Cicily), Elizabeth Patterson (Tante Susie/Susan), John Beal (Fred Blythe) Douglas Montgomery (Charlie/Charles Wilder), George Zucco (Mr. Crosby)
Persönliche Hitliste
  • Schauspieler/in: Nydia Westman als Cicily
  • Szene: Kroko schnappt Zigarre
  • Zitat aus Brief des Verstorbenen: „Ich bin leider gezwungen, Ihnen meinen irdischen Besitz zu hinterlassen, weil ich ihn nicht mit ins Grab nehmen kann.“
  • Du brauchst zum Filmgucken: Kerzen und Taschenlampe, ein Boot, Schatzsucherinstinkt. Du solltest keine Angst vor schwarzen Katzen haben.

3 Gedanken zu “Flimmerglotze: Erbschaft um Mitternacht

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